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Ein guter Haarschnitt braucht keine 60 Minuten - Mit solchen Konzepten werden in vielen Salons gute Umsätze und gute Löhne verhindert.

„Unsere Kunden haben Anspruch auf 60 Minuten, sie zahlen auch dafür!“, sehr häufig ist dies DIE Begründung, wenn es um die korrekte Terminierung der Dienstleistung Waschen / Schneiden / Föhnen bei Damenkunden geht. Spannend wird es dann, wenn wir als Berater im Salon sitzen, um die echten Bedienungszeiten zu ermitteln.

Hierfür sitzen wir im Salon und stoppen die einzelnen Bearbeitungsschritte bei der Kundenbedienung sorgfältig mit. Wie lange dauert eine durchschnittliche Beratung? Wie lange benötigt der Friseur für einen Haarschnitt? Wie lange dauert das Haarbad? Wie viel Zeit wird für das Föhnen benötigt, und, und, und.

Hierfür hat unser Unternehmen auch schon ERFA-Studien durchgeführt. Allerdings geben diese nur einen Durchschnitt über die gesamte Branche wieder. Oft betonen Friseurunternehmer, dass dies für sie weniger Relevanz hätte, da sie ja ein anderes Beratungs- oder Dienstleistungskonzept umsetzen. Generell wissen wir aber über die Studien, dass eine durchschnittliche Beratung bei maximal fünf Minuten liegt, der reine Haarschnitt rund 20 Minuten in Anspruch nimmt und die einfachen Farbdienstleistungen für das Auftragen gerade 15 Minuten benötigen.

Nicht selten kommt es im Rahmen unserer Tätigkeit als Unternehmensberatung vor, dass wir Unternehmen betreuen, die 60 Minuten für Waschen / Schneiden / Föhnen terminieren, allerdings dann beim individuellen Ermitteln der echten Arbeitszeiten oft darauf stoßen, dass rund 80 % der Damenkundinnen in einer Zeit zwischen 35 und 45 Minuten bereits fertig an der Kasse stehen. Dennoch erzählen aber die Mitarbeiter, dass ihre Kundinnen Wert darauf legen, dass sie sich wirklich 60 Minuten für sie Zeit lassen.

Warum werden dann die Terminierungszeiten nicht den tatsächlichen Bedienungszeiten angepasst?

Alleine wenn hier schon die 15 Minuten nicht falsch verplant werden: Wie viel Mehrumsatz wäre dann möglich? Oder anders ausgedrückt: Wie viel Umsatz wird verhindert nur durch diese falsche Terminierung?

Mit einer Stundenterminierung und einem 8-Stunden-Arbeitstag können acht Damen mit Waschen / Schneiden / Föhnen terminiert werden. Wären es nur 45 Minuten, würden tatsächlich zwei komplette Bedienungsstunden frei. Somit können noch einmal mindestens zwei weitere Damenkunden bedient werden. Legen wir einen Haarschnittpreis von 45,-Euro zugrunde wären dies pro Arbeitstag 90,- Euro, pro Arbeitsmonat 1.800,- Euro, bei angenommenen vier Stylisten also im Monat 7.200,- Euro entgangener Umsatz. Pro Jahr bedeuten dies 86.400,- Euro entgangenen Umsatz; zusätzlicher Umsatz durch Farbdienstleistungen oder Produktverkauf ganz außen vor gelassen.

Im Übrigen bedeutet dies auch für den Mitarbeiter bei den gängigen Umsatzbeteiligungsmodellen knapp 400,- Euro entgangener Lohn pro Monat.

Wir als Unternehmensberatung fordern sie nicht auf, schneller zu arbeiten, sondern unter diesen aufgeführten Aspekten ihre Terminierung zu hinterfragen. Wenn der Umsatz oder auch der Gewinn optimiert werden soll und die Mitarbeiter in der Friseurbranche mehr verdienen sollen, ergibt es durchaus Sinn, mit der Stoppuhr die wirklichen Bedienungszeiten zu stoppen. Sollten sie genauso wie wir feststellen, dass 80 % der Kunden bereits 15 Minuten früher fertig sind, lohnt sich eine Umstellung zu jeder Zeit. Sicherlich könnten sie sich von dem Mehrumsatz, den diese Umstellung bringt, auch eine Rezeptionistin leisten, die dann die Kassiervorgänge übernimmt, aber auch die Terminierung noch weiter optimiert und den Kundenservice verbessert. Umsatz- und Qualitätssteigerungen wären die Folge.

Wer aber dennoch 60 Minuten benötigt, der muss dann auch allerdings die passenden Preise dafür verlangen. Zu diesem Thema werden wir aber in einem weiteren Artikel noch ausführlich Stellung nehmen.

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